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 NOZ 03.11.2017

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Nehmen ihr Hobby ernst: Die Mitglieder der Gruppe Fotopart aus Bissendorf wählen jedes Jahr ein Thema und stellen ihre Lieblingswerke aus. Im Haus am Lechtenbrink im Ortsteil Jeggen hängen seit Sonntag Arbeiten von Melanie Otte, Ulrich Greiten, Christa Schröder, Frauke Menke und Siegmund Täuber (von links nach rechts). Das Bild auf der Staffelei hat Ulrich Greiten fotografiert. Es zeigt kolorierte Reifenabdrücke auf dem Strand. Foto: Andreas Wenk

Bissendorf.
Ob flüchtige Kondensstreifen am Himmel, Rost auf Metall oder Reifenabdrücke im Sand, alles Interpretationen des Themas Spuren, das sich die Bissendorfer Fotografen-Gruppe Fotopart in diesem Jahr ausgesucht hat. Am Sonntag eröffnete Ulrich Greiten zusammen mit seinen vier Mitstreitern eine kleine Ausstellung im Haus am Lechtenbrink im Ortsteil Jeggen.        

Ein Jahr lang haben die ambitionierten Fotografen sich auf Spurensuche begeben und dabei eine bunte Vielfalt an Motiven und Interpretationen zusammengetragen. Dabei folgten sie unterschiedlichen Ästhetiken, angefangen beim Awigo-Abfall-Schild mit unterschiedlichen Spuren menschlicher Zivilisation bis hin zu zarten kristallinen Schnee-Strukturen oder wiederkehrenden Motiven verschiedener Spuren im Sand.

Stimmung und Motiv

Ulrich Greiten und Siegmund Täuber fotografieren bereits seit ihrer Schulzeit und Christa Schröder ist sogar gelernte Fotografin. Trotzdem: Technik ist nicht alles. Stimmung und Motiv und auch der richtige Moment müssen passen, sind sich Melanie Otte und Frauke Menke einig. Auch wenn alle von der guten alten Zeit und Kameras mit Filmstreifen schwärmen, im richtigen Augenblick tut es auch schon mal ein gutes Fotohandy und trotzdem schafft es das Bild in die Ausstellung.

Beginn vor 20 Jahren

Angefangen hat die Gruppe vor rund 20 Jahren. Die ersten Ausstellungen waren im Steinhaus in Schledehausen. Als das vermietet wurde, galt es, neue Räume zu finden. Zwischenzeitlich gab es Ausstellungen in der Lagerhalle in Osnabrück, in der alten Fassfabrik in Bissendorf , in der Galerie Freiraum oder im Café im Speicher in Engter bei Bramsche.

Seit 2007 sind die Fotografen regelmäßig im Haus am Lechtenbrink zu Gast, wo die Bilder im Café für jedermann zugänglich sind. Zur Eröffnung waren rund 30 Senioren aus den Wohnbereichen erschienen, so wie Otto Hellmann. Er hat früher selbst für das Haus gearbeitet und heute wohnt er hier und freut sich über die Abwechslung ebenso wie über die Bilder. Das beste Motiv? „Die seien alle schön“, meinte er am Rande der Eröffnung. Tatsächlich sind die Arbeiten zum Thema Spuren recht unterschiedlich, aber wer sich darauf einlässt, kann an den Bildern viel Freude haben.

Einladung zum Mitmachen

Wer Spaß am Fotografieren hat, ist auch zum Mitmachen eingeladen, so Ulrich Greiten. Die Gruppe trifft jeden Monat an einem Mittwoch in unterschiedlichen Lokalen zum Fachsimpeln und Besprechen. Nähere Informationen dazu gibt es im Internet unter http:// www.kubiss.net/fotopart/ueber-uns /. Die nächste Zusammenkunft ist am 11. November um 17.30 Uhr im Hotel zur Post in Bissendorfer Ortsteil Schledehausen. Dann geht es auch um das Schwerpunktthema für das Jahr 2018.

  

NOZ Februar 2016

Bettler, Blumen, Bäume und mehr
Bissendorfer Gruppe eröffnet Ausstellung „Am Wegesrand“

  

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Mit der Fotoausstellung „Am Wegesrand“ wollen Christa Schröder, Frauke Menke,
Gernot Wolfram, Melanie Otte, Siegmund Täuber und Ulrich Greiten (letzterer fehlt) Randgeschehnisse
in die Mitte der Aufmerksamkeit rücken. Foto: Johanna Kollorz

 Bissendorf. Im Haus am Lechtenbrink lud jetzt die Gruppe „fotopart“ im
Kulturverein Bissendorf (Kubiss) zur Eröffnung ihrer aktuellen
Jahresausstellung. Mit Aufnahmen unter dem Motto „Am Wegesrand“ wollen die
Fotofreunde bewusst hinsehen und Randgeschehnisse in die Mitte der
Aufmerksamkeit rücken.

 „Wie leicht übersehen wir das Naheliegende am Rand der Wege, der Gesellschaft. Weg ist hier im weitesten Sinn gemeint, es kann Rand, Weg, Straße, Schienenweg oder auch Reiseweg sein. Lassen Sie sich überraschen!“, forderte „fotopart“-Aktivist Siegmund Täuber die Anwesenden in seiner Begrüßung auf. Die Worte stammten aus der Feder seines stimmlich angeschlagenen Kubiss-Kollegen Gernot Wolfram.

Zeitlose Dokumente

In der aktuellen Fotoausstellung werden Augenblicke unterschiedlichster Art zu zeitlosen Dokumenten. Täubers Schwarz-Weiß-Bilder etwa entstanden alle auf Reisen. Sie zeigen Bettler und Straßenmaler, ein in der Sonne dösendes Pärchen, eine lustige Szene im Jardin de Luxembourg in Paris. Gleich mehrere Aufnahmen stammen aus der australischen Hauptstadt Sydney.

Frauke Menke präsentiert unter dem aktuellen Motto ein privates und ein politisch motiviertes Bild: Während das Foto eines mitten im sattgrünen Feld geparkten Motorrads mit Beiwagen während ihres 70. Geburtstags entstand, sollen in Hitzhausen fotografierte Stelen mit Varusmasken zu Frieden mahnen.

Alte Frau mit Kinderrucksack

Christa Schröder fotografierte in Berlin Kreuzberg eine am Spielplatzrand wartende alte Frau mit Kinderrucksack und eine Punkerin. In zwei Fotos hält sie das Fahrrad-Chaos vor dem Osnabrücker Hauptbahnhof fest. Im Kontrast dazu stehen Eicheln und Pilze, die ihr bei Spaziergängen in Schledehausen begegneten.

Stattliche Königskerzen

Ein paar uralte knorrige Linden, die eine Allee bei Alt-Barenaue säumen und ihre knochigen „Finger“ gen Himmel strecken, faszinierten Melanie Otte. Gernot Wolfram stellt dem ein paar stattliche, am Straßenrand gewachsene Königskerzen entgegen. Schwarz-weiß-Aufnahmen zweier Kinder und einer Jugendlichen gesellen sich hinzu.

Milchiger Blick

„fotopart“-Mitglied Ulrich Greiten war zur Ausstellungseröffnung nicht vor Ort. Im Seitenflur sind seine Aufnahmen zum Thema zu sehen, welches er als die Beobachtung von Menschen am Wegesrand einer von Wissingen ausgehenden Regionalbahnfahrt interpretierte. Mal direkt auf dem Bahnsteig, mal mit dem milchigen Blick durch das Abteilglas hielt er Ein- und Aussteigende, Wartende, Schienenarbeiter und eine Bahnbegleiterin fest.

Die Kubiss-Gruppe dankte der Leitung im Haus am Lechtenbrink, für die Möglichkeit erneut vor Ort ausstellen zu können. Zur Krönung des künstlerisch anregenden Vormittags verwöhnte Antonia Oberwalleney, Enkelin von Frauke Menke, die Anwesenden mit Klängen am Klavier.

Ein Artikel von Johanna Kollorz

Johanna Kollorz ist seit Ende 2001 für NOZ Medien tätig. Im Sommer 2003 schloss sie ihr Magister-Studium an der Universität Osnabrück (Medien - Fernsehen und Film, Literatur- und Politikwissenschaft) erfolgreich ab und ist seitdem als freiberufliche Journalistin in und rund um ihre Heimatstadt Osnabrück tätig.

 

NOZ , 2014

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In Licht und Schatten wie ihre Fotos: Ulrich Greiten (von links), Christa Schröder und Siegmund Täuber.
Foto: Elvira Parton

 
Osnabrück. Mit ihren Arbeiten hat es die „fotopart“-Gruppe des Kubiss (Kulturverein Bissendorf) bis in die Lagerhalle nach Osnabrück geschafft. Dort zeigen die Hobby-Künstler Auszüge aus „Licht und Schatten“, ihrem Thema des Vorjahres.

Vier Köpfe, vier unterschiedliche Interpretationen der Aufgabenstellung „Licht und Schatten“, gerahmt an den Wänden der Galerie in der Lagerhalle. Christa Schröder, Siegmund Täuber, Gernot Wolfram und Ulrich Greiten haben sich im vergangenen Jahr konzentriert auf die Suche nach Motiven gemacht und eigenwillige Sichtweisen herausgearbeitet.

Wolfram hat Frauenkörper virtuos beleuchtet und positioniert. Die Akte verschweigen mehr, als sie zeigen, sind somit weit vom Voyeurismus entfernt und widmen sich einem ausgeprägten Spiel von Licht und Dunkel. Sein Kollege Täuber lässt einen in Australien aufgenommenen Ibis auf dem Kiesgrund unter ihm einen Schatten wie ein Abziehbild werfen, wodurch Exotik und monochromes Farbenspiel eine bezaubernde Allianz eingehen.

Christa Schröders Arbeiten machen deutlich, dass Licht und Schatten nicht unbedingt schwarz-weiß daherkommen müssen. Bunte Farben von Blumen erhalten durch auftretendes Licht übereinanderliegende Dimensionen, die den Blick des Betrachters tief einsaugen. Auch Ulrich Greitens Fotos sind beherrscht von der Tiefe, die seine Sujets bieten. Ein Blick durch ein zerschlagenes Fenster am Güterbahnhof zeigt Graffiti in nahezu pastellfarbenem Licht, das aus der Industriebrache einen Kunstort macht.

Allein diese vier Beispiele zeigen die Vielfarbigkeit, die „Licht und Schatten“ eingefangen hat. „Dunkel und Licht, die Perspektive, das Motiv – daraus spannende Fotos zu machen war unser Anspruch. Wie wir das gelöst haben, wird das Publikum entscheiden“, erklärte Greiten bei der Eröffnung.

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NOZ , Mai 2014

 

austellung alte fassfabrik 213 fullFreuen sich auf die gemeinsame Ausstellung in der „Alten Fassfabrik“: Die KuBiss-Mitglieder Kerstin Willing, Angelika Rothe, Karin Bergmann, Ulrich Greiten, Christa Schröder, Wolfgang Meyer und Musikerin Anja Retemeyer. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. „unFASSbar“ lautet der Titel einer Gemeinschaftsausstellung des Kulturvereins Bissendorf (KuBiss), die in Kürze die „Alte Fassfabrik“ beleben wird. Am 25. Mai und 1. Juni präsentieren hier Künstler der Gruppen „Fotopart“ und „Werkstattkunst“ ihre Fotos, Gemälde, Skulpturen und Installationen. Untermalt wird das Gezeigte mal durch moderne Musik und mal durch eigene Texte.

Dass es in Bissendorf mal eine Fassfabrik gab, wissen manche Bewohner nur vom Vorbeifahren oder Ausstieg an der gleichnamigen Bushaltestelle. Zuletzt diente das alte Industriegebäude mit der Postanschrift „Auf dem Busch 2“ als Außenlager eines Buchverlags. Ende 2010 wurde es von Uwe Stolte und Jutta Kruse (selbst im KuBiss aktiv) gekauft, entrümpelt, teilrestauriert und bezogen.

Das letzte, mit viel Arbeit und Herzblut verbundene Ereignis, hat die Künstlerin Karin Bergmann dazu inspiriert, es in einem ihrer Bilder zu verarbeiten. Denn am Sonntag, 25. Mai werden dort, wo seit dem 19. Jahrhundert Holzfässer gefertigt wurden, zwölf Mitwirkende der beiden Kubiss-Gruppen „Fotopart“ und „Werkstattkunst“ ihre Werke präsentieren.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Möglichkeit erhalten haben, einen Saal des alten Industriegebäudes mit einer Ausstellung gestalten zu dürfen. Zum ersten Mal werden Künstlerinnen und Künstler beider Gruppen unter einem gemeinsamen Thema ihre Werke präsentieren. Viele davon sind eigens zu diesem Zweck entstanden“, betont die KuBiss-Vorsitzende Angelika Rothe.

„Die Besucher dürfen gespannt sein, in welcher Form und Verschiedenheit das Thema ´unFASSbar´ durch die Mitwirkenden interpretiert wird. Vielleicht wird bei manchem auch einfach nur die Neugierde auf das Innenleben der alten Fabrik zur Antriebsfeder eines Ausstellungsbesuchs“, mutmaßt Ulrich Greiten, Mitglied der Gruppe „Fotopart“.

Neben Greiten werden im besonderen Ambiente des alten Industriegebäudes auch Frauke Menke, Melanie Otte, Siegmund Täuber, Gernot Wolfram und Christa Schröder ihre Fotokunst ausstellen. Den „Werkstattkünstlerinnen“ Angelika Rothe, Karin Bergmann und Jutta Kruse gesellen sich Kerstin Willing, Karin Lenser und Heike Brandl hinzu.

Die Ausstellung „unFASSbar“ ist an zwei Sonntagen von 11 bis 16 Uhr zu sehen: Am 25. Mai wird die Jazzformation „Transposed“ die Veranstaltung mit modernem Jazz, Swing und Blues untermalen. Am 1. Juni tragen Mitglieder der KuBiss-Literaturgruppe „Schriftrolle“ um Wolfgang Meyer aus eigenen Werken vor. Der Eintritt ist frei.

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Fotografengruppe zeigt die Kunst der Straße

Graffiti im Altenheim

Bissendorf. Graffiti – für den einen Kunst, für den anderen bloß Schmiererei. Die Fotografengruppe „fotopart“ des Kulturvereins KuBiss hat sich dieses Themas angenommen und stellt zurzeit ihre Arbeiten im Haus am Lechtenbrink in Jeggen aus.  484341541Aufforderung zum Besuch: Hausleiter Gerhard Töller und die Fotokünstler Ulrich Greiten, Gernot Wolfram, Christa Schröder und Siegmund Täuber laden zur Foto-Ausstellung ins Haus am Lechtenbrink ein.

Foto: Horst Troiza

Was Sprüher an Häuserfronten, Bauzäunen, Lärmschutzwänden und Betonflächen hinterlassen, kann mal als Kunst im öffentlichen Raum, mal als Sachbeschädigung bezeichnet werden. Die Formen sind vielfältig, reichen vom bloßen, monochromen Schriftzug bis hin zum bunten Comicstrip. In manchen Fällen steckt ihr Schöpfer mit einem in der Fachsprache „Tag“ genannten Initial wie mit einer Duftmarke sein Revier ab. Andere wiederum geben eine politische Stellungnahme ab oder wollen mit einer Karikatur oder einem lustigen Spruch nur Spaß vermitteln.

„Einige davon sind hoch künstlerische Arbeiten und stellen eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit der Kultur dar“, erläutert Ulrich Greiten von „fotopart“. Anderthalb Jahre haben er und Christa Schröder, Siegmund Täuber und Gernot Wolfram nach Motiven gesucht. Was nun auf den mehr als 50 Fotografien der Ausstellung „ Graffiti – Bilder und Schriften im öffentlichen Raum“ zu sehen ist, gibt die ganze Breite dieser Kunstform wieder und zeigt die individuellen Handschriften der vier Fotografen.

Sie sind ausgeschwärmt und haben an vielerlei Orten Charakteristisches und Exotisches aufgespürt, was Sprayer ihrer Umwelt unbedingt mitteilen wollten. Tatorte waren der Osnabrücker Hafen, Häuserfronten in Berlin, Lanzarote und auch Mauern im südamerikanischen Ecuador. Dabei lichteten die vier „fotopart“-Künstler Graffiti aber nicht allein ab, sondern arbeiteten sorgsam die künstlerische Attitüde heraus.

Wie Einrichtungsleiter Gerhard Töller vom Haus am Lechtenbrink berichtete, ist die Ausstellung auf großes Interesse seitens der Bewohner gestoßen. „Als die Fotos aufgehängt wurden, haben einige Senioren gleich eine Diskussion begonnen.“

Einen besonders plakativen Hinweis auf die Ausstellung bietet ein Auto in der Einfahrt zum Seniorenheim. Das war anlässlich der 850-Jahr-Feier Bissendorfs im Mai  mit Graffiti verziert worden und lädt nun poppig-schrill zum Besuch ein.

Die ebenso bunte Fotoschau ist während der Öffnungszeiten des Hauses zu sehen.

NOZ "Rund um Osnabrück" 15.10.2010

 

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