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Renate Berger Foto: Danica Pieper NOZ
Renate Berger Foto: Danica Pieper NOZ

Kulturverein Bissendorf liest im Haus am Lechtenbrink zum Valentinstag

Bissendorf. Während in Osnabrück die Karnevalisten die fünfte Jahreszeit feierten, drehte sich in Jeggen alles um die Liebe. Zum Valentinstag lasen Autoren des Bissendorfer Kulturvereins (Kubiss) im Haus am Lechtenbrink Gedichte und Geschichten zum Thema „Herzensangelegenheiten“.

Der Titel der Lesung erwies sich gleich in doppelter Hinsicht als passend, denn die Autoren der „Schriftrolle“ beschäftigten sich nicht nur mit dem Thema Liebe, auch die Veranstaltung selbst war ihnen in gewisser Weise eine „Herzensangelegenheit“. Da sie regelmäßig die Räume des Hauses am Lechtenbrink nutzt, wollte die Schriftsteller-Gruppe des Kulturvereins Bissendorf sich auf diesem Weg bei dem Pflegeheim bedanken. „Die Lesung war als kleines Geschenk an die Bewohner gedacht, und da bietet sich der Valentinstag einfach an“, erklärte der Vorsitzende der „Schriftrolle“, Wolfgang Meyer.

Den Auftakt machten Karin Müller und Dirk Bardelmeier, die abwechselnd in Versform darüber sinnierten, was Liebe eigentlich ist. Ihr Fazit: „Liebe kennt keinen Krieg, Liebe ist der große Sieg.“ Die meisten Autoren hatten Gedichte mitgebracht, von denen einige zum Nachdenken anregten, während andere die etwa 50 Besucher mit ihrer Frivolität erheiterten. Daneben gab es aber auch einige Kurzgeschichte zu hören. So erzählte Anne Gosejacob in „Das Grünkohlrezept“ von einem Engel, der der Großmutter erscheint und ihr aufträgt, Geschichten aus ihrem Leben an ihre Kinder weiterzu- geben. Angelika Kaufmann ergründete in „Gänseblümchen“, wie es ein Paar trotz aller Unterschiedlichkeiten schafft, 47 Jahre zusammen zu sein. Doch nicht alle Texte drehten sich um die Liebe: Wolfgang Meyer etwa trug sein Gedicht „Die große Polen“ vor, in dem es ums Briefmarkensammeln geht – auch eine „Herzensangelegenheit“.

Musikalische Unterstützung erhielten die Autoren von Johannes Eidt, der insbesondere mit seinem Lied „Genauso wie Iris Berben“ die Besucher begeisterte. Darin singt er von den Mitteln, mit denen er versucht, den Altersprozess aufzuhalten – von Algengelkompressionen bis zu Schafsbockhoden mit afrikanischen Bohnen. Zum Abschluss schließlich sangen Autoren und Publikum gemeinsam „Dat du mien Leevsten büst“, bei dem auch dem letzten Gast das Herz aufgegangen sein dürfte.

17.Februar 2015 NOZ